Heiden und Magerrasen der Senne

 

In der Senne sind Heiden und Magerrasen außerhalb der Truppenübungsplätze heute selten und damit auch ihre Bewohner, hoch spezialisierte, an die nährstoffarmen Bedingungen des Sennesandes angepasste und wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten.

 

Zu ihnen zählt die Zauneidechse, die zur Regulierung ihrer Körpertemperatur ausgiebige Sonnenbäder nimmt und ihre Eier in den Sand der Heideflächen legt, um sie von der wärmenden Sonne ausbrüten zu lassen. Doch sie muss vorsichtig sein, um nicht von der Schlingnatter entdeckt zu werden, der einzigen Schlangenart im Projektgebiet.

 

Im Mai erfüllt der Gesang der Feldgrillen und Heidelerchen die Luft. Auf den Sandmagerrasen blühen im Sommer Berg-Sandglöckchen, Sand-Grasnelke und Heide-Nelke. Sie sind Nahrungsgrundlage für eine überaus vielfältige Insektenwelt. Besonders viele Arten sind an die Besenheide gebunden, die im Spätsommer die verbliebenen Heidenflächen im Projektgebiet in ein violettes Blütenmeer verwandelt.

 

Die Heidelandschaft der Senne ist keine Naturlandschaft, sie entstand erst durch die historische landwirtschaftliche Nutzung. Überlässt man die Flächen sich selbst, so überaltert das Heidekraut und stirbt ab. Über kurz oder lang stellt sich Wald ein und die typischen Arten der Heiden und Magerrasen verschwinden.